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... mir den Finger in den Hals zu stecken?

Die Kurzversion wäre, dass ich irgendwann einfach zu viel Hunger hatte und gefressen habe und das dann wieder los werden wollte.
Aber da steckt mehr dahinter.

Während Hungern irgendwie die Kontrolle über mein Leben war, war das Fressen und Kotzen irgendwie das Gehen-lassen dieser Kontrolle.
Es wurde auch - genau wie das Schneiden - irgendwann zu einem Mittel diese innere Anspannung abzubauen.

Ich habe in der Schule habe ich manchmal in Freistunden in der Cafeteria oder im Supermarkt Essen gekauft, und alles in mich reingestopft, zusammen mit viel Wasser. Und dann alles auf der Toilette wieder rausgekotzt.
Um diesem Druck gut genug zu sein, gute Noten zu bringen, einfach zu entgehen.

Auch heute passiert mir das noch.
Einfach alles essen, was mir in die Hände kommt, und dann, wenn ich schon Bauchweh habe von dem ganzen Essen.... und dann muss alles wieder raus.

Es ist widerlich. Ich hasse mich dafür, dass ich das mache.
Aber lassen kann ich es auch nicht so ganz......

Irgendwann vielleicht....

2.1.14 00:14, kommentieren

Das Wichtigste: Ich habe überlebt.

Eine Bestandsaufnahme? Was soll das? Was will ich damit?
Ich will einen Überblick bekommen. Welche Schäden sind entstanden?
Habe ich Stärken daraus gewonnen?

Das wichtigste von allem: Ich habe überlebt.
Ich bin noch am Leben, trotz mehreren Versuchen zu sterben.
Ich bin noch am Leben und ich habe auch wieder Träume für meine Zukunft.
Ich bin noch am Leben und möchte mein Leben nicht von der Vergangenheit bestimmen lassen.

Trotz allem bin ich am Leben.


Leben heißt nicht, dass ich physisch noch am Leben bin.
Leben heißt die Tage zu genießen, Träume zu haben und zu leben.
Einfach Leben.

2.1.14 12:07, kommentieren